Insulinresistenz by Alicja Kurzius

Das Projekt

„Insulinresistenz – der Weg zur Genesung“ ist das erste und einzige Selbsthilfe- und aufklärungsprojekt in Deutschland zum Thema Insulinresistenz. Gegründet am 22. Februar 2016 von Alicja Kurzius. Im folgenden Artikel erzählt sie, wie alles begann und was Ihre Beweggründe sind.

Wie kam es dazu?  

Viele Jahre litt ich unter einem unerfülltem Kinderwunsch, extremer Müdigkeit nach den Mahlzeiten, Unruhe  und irgendwann dann auch unter Angst- und Panikattacken. Die Symptome wurden über die Zeit immer stärker und kein Arzt konnte mir so richtig helfen. Niemand hat es mit einer Insulinresistenz in Verbindung gebracht. Ich suchte verzweifelt nach Hilfe im Internet und bin 2015 auf die polnische Insulinresistenz-Selbsthilfegruppe auf Facebook gestoßen und wurde so auf das Projekt aufmerksam.

Innerhalb eines Jahres haben sich mit der Hilfe dieser Menschen, dem Konzept von Dominika Musialowska und ihren Experten, meine Werte verbessert, mein BMI normalisiert  und meine Symptome waren weg.
Kurz darauf wurde mein großer Traum wahr: ich wurde nach 10-jährigem Kinderwunsch schwanger.

Ich lebe seit vielen Jahren in Deutschland. Während des Genesungswegs habe ich mir einen geschlossenen Raum für Betroffene in Deutschland gewünscht, in dem ein gemeinsamer Austausch und Unterstützung stattfinden kann. Ein geschützter Rahmen mit einem gemeinsamen Ziel und einem gemeinsamen Konzept.

Da ich Ergotherapeutin bin, ist mir das Thema des Begleitens von Betroffenen in Selbsthilfegruppen nah. Ich habe die Entscheidung getroffen, in Deutschland das fortzuführen, was ich im Polen gelernt habe.

Selbsthilfegruppen und Netzwerk:
So entstand unsere erste Selbsthilfegruppe (heutige Hauptgruppe: „Insulinresistenz- Selbsthilfegruppe“) und das erste und einzige Selbsthilfeprojekt für Betroffene und Spezialisten zur diesem Thema in Deutschland.

Mit der Zeit wurde ich in das polnische Projekt einbezogen, welches sich mit den dazugehörigen Gruppen zur Insulinresistenz-Stiftung weiterentwickelt hat. Ich wurde zur Gruppen-Administratorin und Spezialistin auf dem Gebiet Unterstützung und Begleitung von mit Insulinresistenz betroffenen Patienten. Bis Ende Januar 2019 bestand auch diese Kooperation mit der Stiftung, diese habe ich aber beendet, erst die Arbeit als Administrator in den Polnischen Gruppen dann die Zugehörigkeit zu der Stiftung selber, um sich mehr auf eigenes Projekt konzentrieren zu können. 

Die aktuell traurige Realität:

Bis heute erhalte ich Berichte von Betroffenen, dass viele Ärzte die Insulinresistenz nicht als Problem ansehen. Viele kennen diesen Zustand nicht und können diesen nicht richtig diagnostizieren. Wenn die Insulinresistenz diagnostiziert wird, erfolgen keine konkreten Behandlungsempfehlungen. Es gibt viele Patienten, bei denen eine falsche oder keine Diagnose gestellt wird – mit verheerenden Folgen.

Meine Beweggründe und Ziele:

Ich werde jeden Tag in meinem Vorhaben und dem Ziel bestärkt, Aufklärungsarbeit über Insulinresistenz in Deutschland zu leisten. Es bestätigt meine Annahme, dass ein solches Projekt in Deutschland sinnvoll ist und schon lange gebraucht wird – das bestätigen viele Betroffene in unseren Selbsthilfegruppen.

Dieses Projekt hat das Ziel, über den Zustand der Insulinresistenz aufzuklären und den Betroffenen und Medizinern dieses Krankheitsbild näherzubringen, sowie die Betroffene auf ihrem Genesungsweg auf allen Behandlungsebenen – die dazu gehören – zu begleiten.

Heute kooperiere ich in Deutschland und in Polen mit Ärzten, Ernährungsberatern, Ernährungscoaches, Sport-Trainern, Physiotherapeuten, Psychologen, Biologen, Gesundheitsenthusiasten und anderen Spezialisten, die das Projekt unterstützen.

Sehr viele Menschen sind ein Teil dieses Projektes und unterstützen mich in meinen Vorhaben. Ohne diese Unterstützung würde das Selbsthilfeprojekt nicht existieren. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Personen bedanken, die dieses Projekt unterstützt haben und es immer noch tagtäglich tun. Vielen Dank!

Gemeinsam formen wir dieses einzigartige Projekt. Tag für Tag erweitern wir unsere Erfahrung und unser Wissen zu diesem Thema – mit immer neuen fachlichen Kooperationen .

Herzliche Grüße aus Bayreuth
Alicja Kurzius



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